Foto: ©Listone Giordano

Parkett verlegen

Parkett verklebt verlegen

In Berlin und Brandenburg werden zunehmend mehr Häuser und Wohnungen neu gebaut. Auch werden viele bestehende Objekte (kern-) saniert.

Bei den meisten Bauvorhaben werden neue Unterböden wie Estrichboden oder Calciumsulfat-Fließestrich eingebaut, oftmals in Verbindung mit einer Fußbodenheizung.

Wir bevorzugen die verklebte Parkettverlegung, da diese Art der Verlegung überwiegend positive Eigenschaften mit sich bringt. Holzböden können weniger „arbeiten“ und fühlen sich stabiler und robuster an. Ein weiterer Vorteil liegt im geringeren Durchlasswiderstand bei Fußbodenheizungen.

Bevor mit dem verkleben des Parketts begonnen werden kann, muss der Unterboden auf Ebenheit, Festigkeit, Feuchtigkeit und Risse kontrolliert werden. Zudem muß sichergestellt sein, dass der Boden sauber und staubfrei  ist. Sind alle Kriterien erfüllt, kann mit der verklebten Parkettverlegung begonnen werden.

Für das Verkleben des Parketts arbeiten wir hauptsächlich mit ökologischen Klebstoffen. Unser am häufigsten verwendeter Parkettkleber verügt über die Auszeichnung „Blauer Engel“.

Foto: Akzent Parkett

Geeignet für die verklebte Parkettverlegung sind Massivholzböden wie Stabparkett, Dielenböden und Hochkantlamellen (Industrieparkett). Auch mehrschichtige Holzböden wie 2-Schicht Stabparkett oder 3-Schicht Landhausdielen eignen sich hervorragend dazu.

Heutzutage werden überwiegend mehrschichtige Parkettböden mit wohnfertigen Oberflächenbeschichtungen wie beispielsweise (Hartwachs-) Öl oder Lack verlegt. Aus ökologischer Sicht ist das eine sehr verantwortungsbewusste Wahl. Der  entscheidende Vorteil besteht darin, dass keine weiteren Arbeiten, wie Parkett schleifen, ölen oder lackieren nach der Parkettverlegung notwendig sind.

Fazit: ökologisch verantwortungsbewusst, weniger Schmutz, große Zeitersparnis, geruchsarm, hohe Qualität der Oberflächenbeschichtungen, Sie können am nächsten Tag einziehen!

Parkett schwimmend verlegen

Eine weitere Form Parkett zu verlegen, ist die schwimmende Verlegung.

Hier benötigt man keinen Parkettkleber.  Jeder Parketthersteller verfügt über ein eigenes Klicksystem, mit dessen Hilfe die Elemente z.B.  3-Schicht Fertigparkett Schiffsboden oder 3-Schicht Landhausdielen zusammengesteckt werden. Das Verlegen geht schnell, weil es einfach ist. Geschlossene Fugen gehen nicht mehr auseinander und die einzelnen Bahnen begradigen sich beim Verlegen. Außerdem kann ein so verlegtes Parkett auch wieder einfacher aufgenommen werden.

Vor Anfang der schwimmenden Parkettverlegung  muss der Unterboden kontrolliert werden, bevor die Unterlegmatte, die der Trittschalldämmung dient, vollflächig unter dem Holz angebracht werden kann.

Bei der Kontrolle des Unterboden müssen die gleichen Kriterien erfüllt werden, wie bei der verklebten Verlegung.

Hinweis

Massivparkett oder Dielenfußboden sowie 2-Schichtparkett können üblicherweise nicht schwimmend verlegt werden. Außerdem ist zu beachten, dass durch die Verlegung Luftpolster unter dem Parkett entstehen, die zusätzlich isolierend wirken. Deshalb eignet sich die schwimmende Parkettverlegung weniger bei vorliegen einer Fußbodenheizung.

Parkett nageln oder schrauben

Im letzten Jahrhundert, als es noch keine Betondecke und Estrich-, Calciumsulfat-, Fliessestrich-, oder Asphaltboden gab, sondern große Holzbalkendecken, war die genagelte Parkett- und Dielenverlegung die am häufigsten angewandte Art der Holzbodenverlegung.

Massives Stabparkett oder Tafelparkett wurde auf einen sog. Blindboden* genagelt und (Kiefern-) Dielen nagelte man direkt auf die Holzbalkendeckenkonstruktion. Bei Altbausanierungen werden Holzbalkendecken und Blindböden komplett renoviert oder erneuert. Auf diesen Unterboden wird dann wieder altes oder neues Parkett oder Dielenböden genagelt oder geschraubt. Parkettstäbe werden beim Nageln in der Nut und die Parkettriemen in der Feder schräg vernagelt. Dazu verwendet man einen Druckluftnagler.

Dielen werden in der heutigen Zeit meist in der Feder verdeckt geschraubt und nicht mehr  genagelt. Das hat den Vorteil, dass sich die sogenannte Auszugsfestigkeit erhöht und die Verbindungen auch leichter wieder gelöst werden können.

Das Nageln bzw. Schrauben ist die ökologische Alternative zum Verkleben. Im Vergleich zum Verkleben sind die genagelten bzw. geschraubten Holzböden anschließend vergleichsweise elastisch, was ein angenehmes Gefühl beim Gehen erzeugt. Außerdem kann ein so verlegtes Parkett auch wieder leichter aufgenommen werden.